Hochzeit und Auflösung von „No Way Back“

In dem Jahr, in dem ich mein Abitur machte, ging es nur noch um Lernen für die Schule und Proben und Auftritte mit der Band. Auch die anderen Bandmitglieder merkten, dass wir zwar gern miteinander Musik machten, die Band uns aber alle in einem Maße in Anspruch nahm, das wir nicht geplant hatten.

Schulkonzerte und Kneipenauftritte

Wir schienen mit unserer Musik und unseren Texten genau das getroffen zu haben, was unser Publikum sich wünschte. Jedes Schulkonzert brachte uns eine Einladung für das nächste Fest und einige Anfragen von uns bis dato fremden Leuten ein. Nachdem wir in einer Kneipe gespielt hatten, wurden wir auch von anderen Kneipen mit Livemusik nach einem Auftritt gefragt. Wir spielten gerne und viel, mussten aber schließlich eingestehen, dass es uns zu viel wurde. Nach einer längeren Bandbesprechung entschieden wir einstimmig, unsere Auftritte auf höchstens einen pro Monat zu beschränken und auch unsere Probeintensität herunterzufahren.

Der Talentsucher

Bei einem Auftritt sprach uns ein Mann an, verteilte Visitenkarten und versprach uns viel. Er sei auf der Suche nach neuen Talenten und wolle uns groß rausbringen. Wir vereinbarten mit ihm einen Termin in seinem Tonstudio. Katrin sprach mit ihrem Musiklehrer über den Talentsucher, und er stellte einige Nachforschungen an. Die führten dazu, dass wir den Termin absagten. Leichten Herzens, muss ich sagen, denn wir wollten wirklich nicht dauerhaft ins Musikgeschäft einsteigen.

Das Ende

Nach dem Abitur machte ich ein freiwilliges soziales Jahr. Auch die meisten anderen blieben in der Nähe. Katrin, die im Jahrgang unter mir war, wollte aber nach dem Abitur reisen und dann im Ausland studieren. Wir alle waren zwar traurig, aber doch irgendwie erleichtert. Wir hatten eine gute Zeit gehabt, viel gelernt und Menschen kennengelernt, aber nun war es auch genug. Wir machten ein Abschiedskonzert, zu dem sagenhafte 500 Leute kamen. Damit war „No Way Back“ Geschichte.

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